Vom Herbst: Ein Spaziergang und ein Rezept

Vom Herbst: Ein Spaziergang und ein Rezept 00 © Stefanie Neumann - Herzensreise - All Rights Reserved.

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Übermorgen ist Mabon, das Herbstäquinox, welches im keltischen Kalender die Hoch-Zeit dieser Saison anzeigt.  Da Kim und ich beide Herbstkinder sind, ist dies für uns immer eine besondere Zeit des Jahres.  Auch gibt es jetzt noch viel in der Natur zu entdecken, was sich später vielleicht auch auf dem Teller der einen oder anderen Mahlzeit wiederfindet.

Letzte Woche fegte der Sturm Sebastian mit teilweise orkanartigen Böen über Deutschland hinweg – so auch über unsere Heimatstadt Hamburg.  Wenige Tage später hatten wir in der Nähe der Osdorfer Feldmark einen Termin und haben diesen natürlich mit einem Spaziergang durch das Landschaftsschutzgebiet verbunden.  Dort konnte man noch einige Auswirkungen des Sturms erkennen.

Überall lagen ganze Aststücke am Wegrand, zumeist von den Eichen.  Auch die Früchte dieser Bäume lagen zu Hauf auf den Wegen, zumeist noch grün.  Auch waren viele Bucheckern herunter gekommen und selbst von den Weißdornbüschen hatte es die Beeren gerissen.

Auf unserem Spaziergang sammelten wir so einiges vom Wegrand auf – manches zur Dekoration, doch vieles wird auch Einzug in unseren Speiseplan halten.  So auch die beiden Äpfel, welche wir in der Nähe des Ententeichs fanden, den wir vor unseren Spaziergängen gerne besuchen.  Es sei an dieser Stelle gesagt, dass man meines Wissens in Deutschland außerhalb von Parks und Naturschutzgebieten zum Eigenbedarf durchaus sammeln darf, was so am Wegrand wächst – sogar in den Landschaftsschutzgebieten.  Natürlich darf man auch hier achtsam sein, dass man immer noch genug stehen lässt.  Schließlich sollen die Pflanzen ja weiter wachsen und zudem ernähren sie ja nicht nur uns, sondern auch viele andere Lebewesen, denen sie zudem oft noch Schutz und ein Zuhause bieten.

Ein paar tierische Begegnungen gab es auf unserem Spaziergang auch.  Die Enten und Blässhühner am Ententeich blieben dieses Mal auf Abstand.  Die Fische waren Dank des hohen Wasserstandes dafür recht geschäftig.  Wir sahen sie aber nur von weitem, da wir uns nicht auf den kleinen Steg trauten, welcher eine Aussicht über den Teich bietet.  Letzterer war nämlich nach dem Sturm und Regen so sehr mit Wasser gefüllt, dass er beinahe überlief.  In der Feldmark trafen wir mehr Pferde als sonst auf den Weiden und sie waren bereits in wärmende Decken gehüllt.  Ein paar Hunde von den Höfen liefen an uns vorbei und die Krähen waren sehr geschäftig und gesprächig.  Auch ein paar Schnecken verschiedener Arten und Größen trafen wir noch an. Als wir aus der Feldmark herauskamen, flog sogar ein Greifvogel – wahrscheinlich ein Bussard – über die Straße und landete direkt in den Bäumen am Rande des Weges, welcher vor uns lag.  Wir glauben, er hat sich vielleicht die angrenzenden Kleingärten als besonders übersichtliches Jagdrevier erkoren, denn er flog dort von Fahnenmast zu Fahnenmast und für eine Weile schauten wir drei einander an und machten uns mit unseren jeweiligen Energien bekannt.

Fotos gibt es von diesem Spaziergang so gut wie keine.  Ich habe dafür eine Bild von den gesammelten Schätzen unseres Spaziergangs zusammengestellt.  Lediglich die beiden Äpfel habe ich vergessen, dazuzulegen.

Zum Zeitpunkt, da ich diesen Beitrag schreibe, wurde das Sammelgut noch nicht weiter verarbeitet.  Wir haben allerdings schon ein paar Ideen, an deren Umsetzung wir uns nachher machen.

Da ich hier so oft unsere Ernährung erwähne, wollte ich dennoch gerne einmal ein Rezept dazuschreiben.  Anfang des Monats haben wir ein paar Äpfel vom Wegrand in einem veganen Aufstrich verarbeitet, den wir gerne statt Schmalz verwenden.  Die drei Gläser, die dabei herauskamen, dürfen jetzt bis zu den Feiertagen durchziehen, als besondere herzhafte Leckerei.

Untenstehend kommt nun das Rezept und dazu, am Ende des Rezepts, eine Premiere: Unser allererstes Kochvideo!

Vom Herbst: Ein Spaziergang und ein Rezept 01 © Stefanie Neumann - Herzensreise - All Rights Reserved.

Veganes Apfel-Zwiebel-Schmalz

Zutaten:

  • 1 Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Kokosöl, nativ
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 EL getrocknete Kräuter (zum Beispiel je ½ EL Thymian & Majoran)
  • 150g Kokosöl, nativ
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, den Apfel entkernen und ebenfalls fein würfeln.
  2. In einem Topf 3 EL Kokosöl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anrösten bis sie eine bräunliche Farbe angenommen haben. Beim Anschwitzen darauf achten, dass die Zwiebeln nur goldbraun werden, sobald sie schwarz sind, schmeckt das Schmalz bitter.
  3. Wenn die Zwiebeln glasig sind, gibt man die Apfelwürfel sowie die getrockneten Kräuter hinzu und dünstet sie kurz mit an. Anschließend den Ahornsirup darüber geben und ihn leicht karamellisieren lassen. Danach etwas mit Salz und Pfeffer würzen, umrühren, vom Herd nehmen und 5 – 10 Minuten stehen lassen.
  4. Jetzt die 150g Kokosöl zufügen und unterrühren. Alles gut miteinander vermischen, bis das Kokosöl ganz geschmolzen ist.
  5. Nun füllt man das vegane Schmalz in ein geeignetes Gefäß (ein 300ml Schraubdeckelglas sollte passen), lässt es etwas abkühlen und stellt es zum Durchhärten in den Kühlschrank.  Dabei gelegentlich umrühren, damit Äpfel, Zwiebeln und Gewürze in der Masse verteilt bleiben. Wenn es sich verfestigt hat und alles gut verteilt ist, kann man das vegane Schmalz weiter im Kühlschrank oder in einem kalten Vorratsraum aufbewahren. Man sollte es mindestens einen Tag lang durchziehen lassen und vor dem Verzehr auf Zimmertemperatur kommen lassen, damit es schön streichbar ist.

Schmeckt gut auf frisches Brot gestrichen mit etwas Salz obendrauf.

Anmerkung…

Kräuter und Gewürze lassen sich beliebig variieren und man kann das vegane Schmalz auch mit Rauchsalz verfeinern.  Ganz nach Deinem Geschmack! Wer mag, kann sein veganes Schmalzbrot noch mit Schnittlauch, Chili oder Röstzwiebeln aufpeppen.  Statt getrockneter Kräuter kann man auch eine Hand voll frischer Kräuter verwenden.

Bist Du bereit, Dich heute von der Liebe leiten zu lassen?

Alles Liebe,
Steffi

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One thought on “Vom Herbst: Ein Spaziergang und ein Rezept

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