Ein Tag In Der Alten Heimat

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Kürzlich hatte ich einen Termin in einem Viertel im Westen Hamburgs, welches quasi meine alte Heimat ist.  Da wir dort gerne Zeit verbringen und es neben der angrenzenden landschaftsgeschützten Osdorfer Feldmark dort auch ein paar öffentlich zugängliche Obstbäume und –Büsche gibt, planten Kim und ich einen frühen Start, sodass wir später rechtzeitig wieder zu Hause sein würden, um unser Gemüse zu fermentieren, was in unserer Küche seit ein paar Tagen geduldig auf Weiterverarbeitung warteten.

Tags zuvor rief mich mein Vater an und überraschte mich mit der Nachricht, dass er ein paar Rügener Sanddornspezialitäten für mich mit bestellt hätte und die Lieferung gerade eingetroffen sei.  Er hatte diese bei seinem letzten Rügenurlaub entdeckt und wollte nun wohl die Freude mit mir teilen.  Das ist ihm auch gelungen. Da mein Vater etwas weiter westlich im gleichen Viertel wohnt, wo ich den Termin hatte und es ihm zudem gut passte, einigten wir uns darauf, dass Kim und ich nach besagtem Termin bei ihm vorbeischauen würden.

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Der Termin verlief schneller als wir erwartet hatten, was uns ein wenig mehr Zeit schenkte.  Da der Bus gerade weggefahren war und in der Gegend nur alle 20 Minuten fährt, entschieden Kim und ich uns, ein Stück durch die Traunsche Siedlung in Richtung Westen zu laufen.  Auf dem Weg kamen wir bereits an den ersten Apfelbäumen vorbei.  Die meisten Äpfel waren noch nicht ganz so weit, aber zwei ganz kleine haben wir unter einem Baum gefunden.  Da wir nun schon einmal die Hälfte der Strecke, die uns der Bus bringen würde, hinter uns gebracht hatten und genau zwischen zwei Bushaltestellen an der Hauptstraße herauskamen, liefen wir das letzte Stück auch noch und kamen praktisch gleichzeitig mit dem Bus an der „Zielhaltestelle“ an. Es war wohl ganz gut, dass wir gelaufen waren, denn als wir an der Hauptstraße ankamen sahen wir bei einem Blick zurück, dass es an der vorangehenden Haltestelle wohl einen Notfall mit Krankenwagen gegeben hatte.

Von der „Zielbushaltestelle“ sind es immer noch zwanzig Minuten Fußweg zu meinem Vater.  Als wir bei ihm ankamen hatten wir nunmehr fast eine Stunde Fußmarsch hinter uns.  Da nahmen wir den Kaffee, den mein Vater uns anbot, gerne an.  Aus dem Kaffee wurde eine über dreistündige angeregte Unterhaltung, welche wir alle sehr genossen haben. Kurz nach unserer Ankunft bei meinem Vater hatte es angefangen zu regnen und als wir wieder aufbrachen, gab es noch immer kein Anzeichen dafür, dass es aufklaren würde.  Zum Glück hatten wir Regenjacken dabei und mein Vater war sogar so nett und gab uns einen großen Regenschirm mit.

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Wir waren noch gar nicht weit gelaufen, da merkten wir, wie hungrig wir waren.  Also kehrten wir beim nahegelegenen, überdachten S-Bahnhof ein und hielten ein kleines Picknick mit selbstgemachtem Porridge und Stullen ab.
Aufgrund eines Tipps meines Vaters sind wir einen anderen Weg zurückgelaufen, der laut seiner Aussage kürzer ist.  Irgendwann hörte es sogar auf zu regnen und ich konnte ein paar Bilder von den Schönheiten machen, die uns am Wegrand begegneten.  Wir kamen so an einem weiteren Apfelbaum vorbei und fanden auch ein paar Äpfel.  Zwar sind sie etwas zu sauer zum Roh-Essen, aber perfekt zum Einarbeiten in Speisen. So waren wir dann doch eine weitere Stunde unterwegs.

Nach einer Teepause in der Bäckerei, gleich nebenan von dort, wo wir den ersten morgendlichen Termin hatten, haben wir uns auf den Weg durch die Osdorfer Feldmark Richtung Osten gemacht.  Auch da gab es fotografisch viel zu sehen – ich habe, zum Beispiel,  ein paar tolle Schneckenvideos gefilmt – und unseren Speiseplan konnten wir auch noch etwas bereichern, hauptsächlich mit wilden Brombeeren.  So haben wir etwa 90 Minuten durch die Feldmark gebraucht.

Da uns an der Hauptstraße angekommen der Bus Dank roter Ampel dann geradewegs vor der Nase wegfuhr, sind wir gleich eine Station weiter gelaufen und dort in einen anderen Bus gestiegen, um zum Einkaufszentrum zu fahren. Dort haben wir unter anderem für die Orangenlimonade eingekauft, die wir für heute ansetzen wollten und ich überlegte schon fleißig, wie wir am besten etwas von dem just erhaltenen Sanddornsaft in die hausgemachte Orangenlimonade integrieren könnten.

Nach dem Einkaufen haben wir den Bus nach Hause genommen und wir waren auch recht geschafft. Immerhin sind wir insgesamt ja auch einige Stunden gelaufen – und die Körperhaltung, um das beste Bild oder die besten Brombeeren zu bekommen sorgt manchmal noch für ein Zusatz-Training.

Da unsere Eichen- und Birkenblätter, die wir am Vortag zusammen mit ein paar Äpfeln von einem neu entdeckten öffentlich zugänglichen Apfelbaum gesammelt hatten, sich gut gehalten haben – wir haben sie in einem feuchten Tuch im Kühlschrank aufbewahrt – und unser Gemüse ebenfalls noch frisch war, haben wir dann nur noch das Nötigste gemacht.  Es gab Schmorgurken mit veganer “Reishack”-Füllung zum Abendessen.  Da war es auch schon nach 21:00 Uhr.  Am nächsten und übernächsten Tag ging es ans Fermentieren – mit den zuvor noch verlesenen Eichen- und Birkenblättern natürlich.  Dabei entdeckten wir, dass das Fruchtfleisch und einige Kerne der Äpfel von dem neu entdeckten Baum rot sind.  Sowas haben wir vorher noch nicht gesehen.

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Beim Auspacken der wild gesammelten Äpfel entdeckten wir noch eine kleine Nacktschnecke, die mit hierher gereist ist.  Eine kleine Graue, also keine von den Roten aus Spanien, welche hier oft alles leer fressen.  Kim hat sie mit einem Stück von dem Apfel zusammen nach unten gebracht und in die Wildkräuter gesetzt.  Dort hat sie es gut.
Das Sanddorngeschenk von meinem Vater enthielt auch ein Sanddornöl welches aus dem Fruchtfleisch der Beeren gewonnen wird. Die erste Dosis davon haben wir noch vor unserem Schmorgurken-Abendessen eingenommen.  Wir finden, es schmeckt sehr gut und fühlt sich auch gut im Körper an.  Jetzt nehmen wir es immer vor dem Frühstück ein, zur Stärkung.  Ist sicher besser, es morgens statt abends zu nehmen, damit einen das ganze Vitamin C nicht wieder aufweckt, wenn man eigentlich ins Bett will.  An jenem Tag hat das allerdings für uns keine Rolle mehr gespielt. Ich war so müde, dass ich während der Sichtung meiner Fotos am Computer eingeschlafen bin. Filmreif – zum Glück hat es niemand gesehen…!

So bewegten wir uns mit vielen Spaziergängen – nicht nur in meiner alten Heimat – viel Innenschau und einem bewussten, gesunden Lebensstil auf den heutigen Neumond zu, der in den USA ja gleichzeitig eine vollständige Sonnenfinsternis mit sich bringt.

Wie verbringst Du diese Tage des Übergangs?

Bist Du bereit, Dich heute von der Liebe leiten zu lassen?

Alles Liebe
Steffi

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