4. Juli, G20 und ein Voller Mond

4th Of July, G20 and a Full Moon © Stefanie Neumann - Kokopelli Bee Free - All Rights Reserved.

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4. Juli

Letzten Donnerstag feierten Kim und ich Unabhängigkeitstag, um ein bisschen USA für Kim nach Deutschland zu bringen.

Mit etwas guter Planung und indem wir im Wesentlichen alles von Grund auf selbstgemacht haben, schafften wir es, ein recht üppiges veganes Abendessen zu genießen, trotz der Tatsache, dass wir nicht viel Geld hatten.

Es gab zwei Arten Reisburger – einmal mit Dulse und einmal mit Paprika, Brötchen, Tandoori-Tofu, ofengeröstete Kartoffelspalten, saure Gurken, lakto-fermentierten Curryketchup, lakto-fermentierten scharfen Senf, einen leichten Dip im “Ranch-Dressing” Stil mit unserem eigenen Sojajoghurt, einen erfrischenden Salat und fermentierte Limonade. Alles hausgemacht, vegan, biologisch und köstlich. Wir hatten sogar noch mehr aber kamen erst dazu, es am nächsten Tag zu essen, weil alles nicht nur lecker sondern auch sehr nährend war.

Was für eine klasse Art, die Fülle des Sommers zu feiern!

G20

Das Wochenende brachte sogar noch mehr USA vor Kims Haustür, da Herr Trump und seine Familie am Donnerstag in Hamburg ankamen – zusammen mit vielen anderen Politikern und deren Familien aus aller Welt. Sie trafen sich beim G20 Gipfel, welcher dieses Wochenende hier in Hamburg stattfand.

Dies brachte weitere Fülle in die Stadt – eine Fülle von bunten Menschen, die für eine bessere Welt demonstrierten.

Wie das mit Fülle so ist, gibt es reichlich und ohne Urteil.

Somit erfuhren Teile der Stadt auch eine Fülle an Gewalt, da einige Menschen nicht zum Demonstrieren kamen, sondern vielmehr, um Uhrwerk Orange zu spielen.  Es war angekündigt (und genehmigt) als eine Demonstration namens “Welcome to Hell”…

Das Schanzenviertel, ein benachbarter Stadtteil, wurde vor zwei Nächten komplett zertrümmert und wenn ich mir die Bilder anschaue, fühle ich mich an einen Miniatur-Bürgerkrieg erinnert. Autos brannten, Geschäfte wurden geplündert und sogar das Straßenpflaster wurde beschädigt – ganz zu schweigen von all den Verletzten.

Dem Schanzenviertel sind Demonstrationen die in Gewalt enden nicht neu und ich habe viele beängstigende Momente gesehen, besonders um den 1. Mai herum, wenn jedes Jahr viele Menschen zusammenkommen um Zerstörung zu feiern und es dann eine politische Demonstration zu nennen. Aber ich habe noch nie etwas wie in jener Nacht gesehen. Nicht einmal in den 1980ern als die Häuser in der berühmten Hafenstraße in einem anderen Stadtviertel besetzt waren und die Menschen viele Kämpfe mit der Polizei hatten.

Von Donnerstagnacht bis Samstagmittag hörten wir Polizeiwagen und Helikopter vorbeirasen, in Richtung Schanzenviertel, um die Dinge wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Schließlich müssen sie wohl Erfolg gehabt haben.

Während der Nacht von Samstag auf Sonntag – was nach dem Gipfel war – brannten weitere Autos in drei Stadtteilen, eines davon angrenzend an unseres, und es wurde noch mehr Gewalt im Schanzenviertel ausgeübt. Von dem, was ich bis jetzt sehen kann war es beängstigend aber nicht so turbulent wie in der vorangegangenen Nacht.

Traurig, dass sich jetzt jeder an die ganze Gewalt erinnert, anstatt an die ganzen schönen Aktivitäten und Versammlungen, die stattfanden um gemeinsam eine faire und friedliche Welt zu erschaffen.

An verschiedenen Orten der Stadt, zum Beispiel, veranstalteten am Mittwoch sie eine wunderschöne Kunstvorführung namens 1000 Gestalten, die ich sehr berührend fand.

Am Mittwoch und Donnerstag hielten sie einen alternativen Gipfel für Globale Solidarität in der Stadt ab.

Unser Stadtteil war am Donnerstagabend Gastgeber für das Global Citizen Festival welches wir im Fernsehen verfolgten (da wir erst kurzfristig davon hörten und keine Karten hatten).

Donnerstagnacht demonstrierten Menschen, indem sie durch die Straßen tanzten, nach dem Motto: “Lieber Tanz Ich Als G20”.

Am Freitagabend gab es eine friedliche Fahrraddemonstration durch die Innenstadt.

Freitagnacht kamen Menschen auf der Reeperbahn zu einem recht spontanen Rave zusammen und feierten Frieden und Liebe.

Und am Sonnabend demonstrierten sie, soweit ich weiß friedlich, bei “Hamburg Zeigt Haltung”.

Eine weitere großartige Aktion ist “Hamburg Räumt Auf”, ins Leben gerufen von Rebecca Lunderup über Facebook. Tausende von Menschen folgten dem Ruf und halfen heute, das Schanzenviertel aufzuräumen:

Und dies sind nur ein paar Beispiele von den Aktivitäten in Hamburg die wirklich etwas bewegen wollen. Leider sprechen die Nachrichten kaum darüber. Deshalb müssen wir es teilen.

Ein Voller Mond

Und heute haben wir einen üppigen Vollmond.

Ich habe in den letzten Tagen große energetische Bewegungen bemerkt, die wahrscheinlich mit dem heutigen Vollmond ihren Höhepunkt erreichen.

Kein Wunder dass die Emotionen in der Stadt wie eine Springflut aufkochten, mit so viel Wichtigem das in solch einer energetischen Zeit stattfindet.

Daher erscheint es mir wichtiger denn je, sich Zeit zu nehmen um anzuhalten, zu atmen, innezuhalten und sich in sich selbst zu zentrieren.

Und vielleicht bemerken wir sogar diese warme, goldene Energie, welche diesen Sommer durchkommt und uns auf einer tiefen Ebene wissen lässt, dass alles gut ist.

Wie war Dein Sommer bis jetzt?

Bist Du bereit, Dich heute von der Liebe leiten zu lassen?

Alles Liebe,
Steffi

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