Frohes Samhain und Spazierengehen

Happy Samhain & Going for a Walk_OF 01 © Stefanie Neumann - All Rights Reserved. #KokopelliBeeFree, #KBFPhotography, #KBFWalk

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Heute ist der Abend vor Allerheiligen oder auch Samhain (SAH-win oder SOW-in ausgesprochen).  Heute Nacht endet das alte keltische Jahr und das neue keltische Jahr beginnt.

Wir werden die folgenden drei Tage mit viel Ruhe und Herbstspaziergängen feiern.  Wir haben köstliches, saisonales Essen gekocht und uns ein paar gesunde Süßigkeiten kreiert, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.  Ein paar Filme werden die Sache abrunden.

Offensichtlich kann ich noch keine Bilder von den Spaziergängen, welche dieser Tage folgen, präsentieren, aber ich kann ein paar Impressionen von unseren jüngsten Exkursen teilen.

Ich weiß nicht, ob es aufgrund der Situation mit einem unserer Nachbarn war, welcher oft viel Stress verursacht und mich in einem Ausmaß bedroht, dass ich nicht einmal mehr alleine ins Treppenhaus gehe oder ob es durch die Energien der großen Wandlungen kam, welche derzeit Mutter Erde erreichen oder ob es wegen irgendeiner persönlichen Entwicklung war…  wahrscheinlich war es von allem etwas…  Jedenfalls drängte es mich letztes Wochenende, raus zu gehen und Kim schloss sich dem fröhlich an.  Somit unternahmen wir drei ziemlich ausgedehnte Spaziergänge an drei aufeinanderfolgenden Tagen.

Am Freitag besuchten wir wieder meine alte Nachbarschaft im Westen von Hamburg, Deutschland, und unternahmen einen Spaziergang durch das herbstliche Landschaftsschutzgebiet der Osdorfer Feldmark.  Nachdem wir einen Kaffee in einer nahegelegenen Bäckerei genossen hatten, setzten wir unseren Spaziergang in meiner alten Nachbarschaft fort, welche direkt an die Feldmark anschließt.

Die Herbstfarben kommen in diesem Jahr spät durch.  Tatsächlich schien die Natur in 2016 insgesamt später dran zu sein und wir sehen sogar noch die letzten Walderdbeeren auf unserem Balkon heranreifen.

Auffällig während unseres Spaziergangs durch die Feldmark war, dass sich dort sehr viele Krähen aufhielten, was allem einen Hauch von Halloween vermittelte.  Diese Vögel haben wirklich eine besondere Präsenz und sie präsentieren uns oft eine Botschaft der Gewahrsamkeit.

Am Sonnabend hatten wir einen Spaziergang durch den Jenischpark geplant, doch nieselte es so stark, dass wir uns stattdessen für den Loki-Schmidt-Garden entschieden, einer von zwei botanischen Gärten in Hamburg, da sie viele Pavillons dort haben, wo man Schutz vor dem Regen finden kann.

Wir waren von der Schönheit der Herbstfarben im Garten, angetan und liefen tatsächlich etwa eine Stunde lang dort herum, bevor wir in einem kleinen, mobilen Gewächshaus Unterschlupf fanden, welches im Winter als Schutz für einen Ölbaum dient und in seinem Inneren ein paar Stühle und Tische beherbergt.  Wir hatten den Platz ganz für uns und genossen ein kleines Picknick, welches wir von Zuhause mitgebracht hatten:  Kräutertee, kalte Nudeln vom Vortag, hausgemachte Kürbis-Scones und eine Banane.

Da es zu sehr regnete, konnte ich bei diesem Spaziergang keine Fotos machen, also kannst Du es mir glauben oder nicht, wenn ich sage, dass es echt schön war, trotz – oder vielleicht sogar wegen des Regens.

Nach unserem kleinen Picknick kehrten wir zum Eingang des Parks zurück.  Wir wollten wenigstens einmal beim Westerpark und seinen alten Obstbäumen vorbeischauen.

Ursprünglich gehörten der Jenischpark, der Loki-Schmidt-Garten, der Westerpark und ein Teil, welcher meines Wissens jetzt ein Golfplatz ist, zusammen.  Das Grundstück gehörte Baron Caspar Voght, der danach strebte, ästhetische und wirtschaftliche Aspekte mit sozialer Verantwortung und landwirtschaftlicher Nutzung zu verbinden.  Das ist etwas mehr als 200 Jahre her.

Ab einem gewissen Punkt begann er, Teile des Grundstücks zu verkaufen und in den späten 1820ern verkaufte er den verbliebenen Hauptteil an Martin Johann Jenisch.  Dies ist jetzt der denkmalgeschützte Jenischpark mit einem integrierten Naturschutzgebiet.  Der Park ist wirklich einen Besuch wert mit seinen wunderschönen Bäumen und dem Blick auf die Elbe.

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Nachdem Herr Jenisch verstorben war, planten seine Erben in den späten 1920ern, das Gelände zu verkaufen. In den 1930ern sorgte die Stadt Hamburg schließlich dafür, dass der Landstrich, welcher einst Baron Caspar Voght gehörte, erhalten blieb und kaufte das gesamte Jenisch-Grundstück.  So wurden der Jenischpark sowie der neue botanische Garten – heute bekannt als Loki-Schmidt-Garten – für die Öffentlichkeit zugänglich.

Loki Schmidt war die Ehefrau eines der früheren Bundeskanzler von Deutschland.  Sie und ihr Ehemann, Helmut, wuchsen beide in Hamburg auf und lebten hier bis zu ihrem Lebensende.  Beide erreichten ein Alter von über 90 Jahren und Loki war sehr engagiert im Bereich der Botanik und sprach sich zudem für eine Reformierung des Schulsystems aus, um mehr Kreativität zu erlauben.  Meines Wissens ist der Loki-Schmidt-Garten gleichzeitig Landschaftsschutzgebiet.

Später wurde der Westerpark wieder zu einem Park gemacht.  Zu Zeiten Baron Voghts muss in der Gegend eine weitläufige Baumschule gewesen sein und  ich habe gelesen, dass sie dort auch mit neuen Arten von Landwirtschaft experimentiert haben.  In Gedenken daran wurden die Obstbäume, welche man dort heute sieht, gepflanzt.  Es sind hauptsächlich Apfelbäume, doch man findet auch ein paar andere unter ihnen.  Ich konnte keine Informationen über den Schutzstatus des Westerparks finden, doch ich hoffe wahrlich, dass er ebenfalls zum Landschaftsschutzgebiet erklärt wird.

Es gibt eine S-Bahnstation, welche die Erreichbarkeit dieser Gegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erlaubt.  Auf einer Seite des Bahnhofs erstreckt sich der Loki-Schmidt-Garten, auf der anderen Seite beginnt der Westerpark.  Es ist möglich, über diesen Park auch den Jenischpark zu erreichen – was wir taten.

Wie Du sehen kannst, konnte ich auf diesem Abschnitt ein paar Aufnahmen machen, da es zu regnen aufhehört hatte.  Als wir den Jenischpark erreichten, fing es wieder an, zu regnen und wir beschlossen, es damit gut sein zu lassen.

Am Sonntag hatten wir einen kurzen Spaziergang im Altonaer Volkspark geplant, um einen Hauch von Herbstfarben zu genießen, da es in dem Park viel Wald gibt.

Das Wetter war zur Abwechslung wunderbar und viele Menschen waren unterwegs, um den Tag zu genießen.

An einer Stelle nahmen wir eine Abzweigung, die ich lange nicht gegangen war und verloren die Orientierung, ohne es zunächst zu bemerken.  Erst als wir an einer Straße am vollkommen anderen Ende des Parks herauskamen, wo ich selbst erst einmal zuvor war (nachdem ich mich verlaufen hatte), bemerkten wir, dass wir viel weiter gelaufen waren, als wir ursprünglich vorhatten.  Anders als das letzte Mal, als ich mich verlaufen habe, was lange bevor Kim und ich uns kannten geschah, gibt es jetzt recht gute Wegweiser im Park, so dass wir unseren Weg zurück ziemlich leicht fanden.  Auf dem Weg entdeckten wir auch das Naturschutzgebiet des Parks, welches recht neu sein muss.  Es besteht aus wildem Wald und somit gab es nicht viel zu fotografieren, da man diesen Teil des Waldes nicht betreten darf.  Doch bleibe ich diesem Teil gerne fern und überlasse ihn all den anderen Kindern von Mutter Natur, die dort jetzt Schutz finden.

Alles zusammengenommen müssen dies 6,5 Stunden Spazierengehen in der Natur gewesen sein.  Das ist eine ganz hübsche Nummer wenn man in Betracht zieht, dass wir dafür nicht einmal die Stadt verlassen haben, noch haben wir die ganze Weite der Gebiete erkundet, welche wir besuchten.

Ich hoffe, Du hattest Freude an diesen Herbstspaziergängen und vielleicht fühlst Du Dich sogar motiviert, rauszugehen und die Geschenke, welche Mutter Natur für Dich zu dieser Jahreszeit bereithält, zu genießen.

Genießt Du den Herbst auch so sehr wie wir?  Was gefällt Dir an dieser Jahreszeit am besten?

Bist Du bereit, Dich heute von der Liebe leiten zu lassen?

Alles Liebe,
Steffi

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