Liebe Und Kommunikation

Love And Communikation © Stefanie Neumann - All Rights Reserved; #KBFPhotography #Herzensreise #Scones

This post is also available in English language.

Chaos & Inspiration

Manchmal habe ich den Eindruck, dass Kim und ich von verschiedenen Planeten kommen.  Ich spreche nicht von der “Männer kommen vom Mars und Frauen von der Venus” Sache.  Ich meine wirklich verschiedene Planeten.

Manchmal, wenn wir uns unterhalten und der Erzähler alles tut, um ganz deutlich zu machen, dass er “rot” meint, versteht der Zuhörer immernoch “grün”. Eine Zeit lang dachte ich, das käme daher, dass rot in meiner Sprache in Kims Sprache grün bedeutet – und umgekehrt.  Es stellte sich heraus, dass dies nicht der Fall ist.

Aber, Kim und Steffi, macht Euch das nicht manchmal wahnsinnig?

Nun, darauf kannst Du wetten.

Und nicht bloß das… Nicht nur, dass wir so total unterschiedlich gestrickt sind, dass es manchmal eine Menge Aufwand bedeutet, sich dem anderen verständlich zu machen, wenn man in die gleiche Kultur geboren worden wäre und die gleiche Landessprache spräche.  Zusätzlich wurden Kim und ich auf verschiedenen Kontinenten geboren und sind mit unterschiedlicher Muttersprache aufgewachsen.

Aber, Kim und Steffi, ist das nicht manchmal sehr chaotisch?

Nun, darauf kannst Du wetten.

Am Anfang unserer Beziehung war ich mir nicht sicher, ob ich das schaffen würde.  Wir kannten uns noch nicht sehr gut.  Beide kamen wir mit einem ziemlich großen Packet emotionalen Plunders.  Und auf Grund jenes Kommunikationsproblems hatten wir das Talent, die schlimmsten Alpträume ineinander auszulösen, obwohl man etwas total Unschuldiges gesagt hat.

Jemand sagte einmal:  Ein Problem ist ein pro-blem.  Es enthäl das Wort “pro”, welches auf Latein “für” bedeutet.  Demnach ist ein Problem etwas, das  für einen da ist, um die eigene Gewahrsamkeit auf etwas zu lenken.  Es arbeitet für einen, wenn man sich ihm liebevoll und neugierig nähert.  Es scheint, als bedeute das Wort pro-blem auf Griechisch vor-aussehen und zurück-blicken.  Somit gibt ein Problem einem möglicherweise eine vor-Schau darauf, wie es sein wird, wenn man sich weigert, ein paar Dinge zu ändern oder einen Blick in den Rückspiegel, um zu sehen, was man gerade gehen lässt, wenn man der Situation mit einem proaktiven Ansatz begegnet.

Es ist auch bekannt, dass im Chaos die Inspiration geboren wird.  Dies würde bedeuten, dass eine chaotische und pro-blematische Situation eine Menge Potenzial für uns bereit hält.

Wie habe ich es geschafft, über meinen Drang hinauszugehen, vor dem ausgelösten Schmerz und Stress davon zu rennen und stattdessen das enorme Inspirationsreservoir anzuzapfen, welches in dieser Beziehung liegt?

 

Vermutungen & Klarheit

Nun, zunächst einmal durfte ich lernen, Vermutungen loszulassen.

Vermutungen sind generell nichts Schlechtes.  Unser Gehirn stellt die ganze Zeit Vermutungen an, wenn es die Lücken dessen ausfüllt, was wir in Wirklichkeit nicht sehen können und um und ein verträgliches Bild zu liefern.  Sie können leicht geändert werden, falls es sich herausstellt, dass die Dinge tatsächlich anders sind.

Es wird schwierig, wenn jene Vermutungen zu Programmen werden.  Dann kann es zum Pro-blem werden, im wahrsten griechischen Sinne des Wortes, weil wir, sobald einmal ausgelöst, permanent eine Situation aus unserer Vergangenheit erneut abspielen.  Und auf einmal spielen wir all die Situationen, welche kleine und große Traumata in uns verursachten, immer und immer wieder ab.  Wir fühlen uns klein, verletzt, sogar bedroht.

Wenn ich hier innehalte und gegenüber der Situation eine proaktive Haltung einnehme, kann ich sie verändern und vielleicht sogar Heilung erfahren.

Wie mache ich das?

Kommunikation & Liebe

Ich persönlich habe Kommunikation gewählt.  Ich habe angefangen, Fragen zu stellen.  Anstatt zu vermuten, dass Kim mir tatsächlich wehtun wollte, wenn ich mich von ihm verletzt fühlte, habe ich begonnen, mich zu fragen:  Glaube ich wirklich, dass Kim mir wehtun will?  Und ich habe angefangen, ihn zu fragen:  Warum hast Du das gesagt?  Was meinst Du damit?  Wolltest Du mich tatsächlich verletzen?

Schließlich, nach vielen Vor und Zurücks und einer Menge dem-eigenen-Schwanz-nachjagenden Kreisen, die langsam in eine spiralförmige Bewegung übergingen, wurde es klar, dass keiner von uns irgendjemanden wirklich verletzen will.  Meistens werden die Dinge nicht einmal mit einer solchen Absicht ausgesprochen.

Wenn ich herausfinden würde, dass ich mit jemandem zusammen lebe, der die Absicht hat, mich zu verletzen, würde ich es wählen, nicht mehr mit dieser Person zusammen zu leben.  Wenn man jemanden liebt, kann das ein beängstigender Gedanke sein und vielleicht stellen wir solche Fragen lieber gar nicht, weil wir die Antwort fürchten.  Was, wenn die Antwort auf die Frage, ob die Verletzung beabsichtigt war, jedesmal “ja” ist?  Ja, dies würde das Ende der Beziehung bedeuten.

Doch wenn ich diese Fragen niemals stelle, habe ich niemals Klarheit darüber.  Die Vermutungen werden zu Programmen und nähren jene selbst-erhaltenden, die bereits da sind, die alten, schmerzhaften, beängstigenden, traumatischen Geschichten wieder und wieder abspielend.

Wenn ich indes diese Fragen stelle, gebe ich mir die Chance zu sehen, was wirklich da ist.  Möglicher weise werde ich überrascht sein, was ich sehe.  Was, wenn ich in der Tat Liebe, Frieden und Freude finde?  Was, wenn der andere tatsächlich in eine ähnliche Richtung zielt und mich wirklich lieben und unterstützen will?

Und im schlimmsten Falle sehe ich, dass meine Ängste wahr wurden und ich vielleicht nicht die gesündeste Wahl für mich getroffen habe, als ich mich auf die Beziehung einließ.  Dies mag zunächst schmerzhaft sein, doch im Endeffekt gibt es mir die Chance, etwas zum Besseren zu verändern.

Ich bin allerdings froh, dass ich im Falle meiner Beziehung mit Kim immer eine freudige Überraschung finde, wenn ich diese Fragen stelle, egal wie beängstigend sich dies zunächst auch anfühlen mag.

Es liegt eine Magie in diesem Phänomen, wenn einer “rot” sagt und der andere “grün” versteht.  Es birgt enorme Potenziale der Inspiration und Einsicht.

Grün und rot ergänzen einander (- genau wie, zum Beispiel, blau und gelb oder orange und lila).  Wenn man ein vollständiges Spektrum aller Farben hat und die Farbe rot heraus nimmt, reflektieren die anderen Farben grün – und umgekehrt.

Wenn Du also jemanden triffst, der jedesmal “grün” versteht wenn Du “rot” sagst, “blau” wenn Du “gelb” sagst, oder “lila” wenn Du “orange” sagst – mag dies ein Indikator dafür sein, dass Ihr beide alles habt, um einander zu vervollständigen.  Und man serviert es Dir sogar auf einem goldenen Tablett.”

-Stefanie Neumann

Ja, es kostet einigen Mut, in dieses enorme Reservoir an Potenzialen einzutauchen.  Doch ich finde, das ist es so wert.

Jetzt, da ich dies weiß, bin ich froh, dass ich dabei geblieben bin.

In diesem Sinne:  Habe am 14. einen schönen Valentinstag!

Alles Liebe,
Steffi

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