Beruhigen … ?

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Chili mit Schwarzen Bohnen

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Nachdem die Dinge sich für uns etwas beruhigt haben und während wir uns in eine neue Balance hineinbewegen, war es uns möglich, uns wieder um ein paar saisonale Dinge zu kümmern.

Tatsächlich ist das für mich essenziell. Mit den Jahreszeiten zu gehen, saisonale Nahrung zu essen, die jahreszeitlichen Geschenke genießen und haltbar machen – das alles fühlt sich für mich so erdend an.

So haben wir also letzte Woche unsere leeren Essensvorräte aufgestockt und viele Stunden in der Küche verbracht. Wir machten köstliches Schwarzbohnen-Chili, wovon wir eine kleine Portion eingefroren und den Rest sofort mit einem himmlischen hausgemachten Maisbrot genossen haben.

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Maisbrot

Wir haben auch eine nahrhafte Kartoffelsuppe gekocht und in Portionen eingefroren. Auf diese Art haben wir eine schnelle, köstliche Mahlzeit fertig zubereitet, wenn wir eine brauchen. Zusätzlich haben wir Sojahackbällchen aus Tofu und Kichererbsenmehl kreiert, welche wir separat eingefroren haben und dann mit der Kartoffelsuppe aufwärmen können.

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Hausgemachte Sojabällchen

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Bratende Sojabällchen

Dann haben wir ein Rezept für einen Brotaufstrich aus Kichererbsen, Räuchertofu, Majoran, Thymian, Salbei, Salz und Pfeffer ausprobiert, welches ich auf Smarticular gefunden habe – und man, ist das gut! Das erste Glas ist bereits alle, aber zum Glück haben wir noch drei weitere im Kühlschrank. Zwischendurch haben wir auch noch buchstäblich unser täglich Brot gebacken. Normalerweise variieren wir ein schnelles, einfaches Rezept für irisches Natronbrot. Dieses Mal haben wir das Kerngehäuse eines Kürbisses verwendet, nachdem wir die Kerne herausgenommen hatten, pürierten es im Zerkleinerer und fügten es dem Brotteig zu. Das ist so gut! Ich kann gar nicht glauben, dass ich diesen Teil wegzuwerfen pflegte… Wir haben auch die Kürbiskerne geröstet und genossen sie eines Abends als Snack.

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Kürbisbrot

Dann haben wir unsere eigene gekörnte Brühe hergestellt – ein Rezept, das ich einst über Chris Hilton fand. Während der Herbstsaison kaufen wir jede Woche ein extra Bund Suppengemüse (gewöhnlich eine Kombination aus ½ Sellerieknolle, 1 Stange Lauch, 2 Karotten und 1 Petersilienwurzel) plus einer Pastinake, raspeln dies und trocknen es dann im Ofen bevor wir es zu einem Pulver vermahlen um es zu lagern. Auf diese Weise stocken wir für das kommende Jahr auf.

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Geraspeltes Suppengemüse

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Getrocknetes Suppengemüse

Für kurze Zeit im Jahr bietet unser Lieblings-Lebensmittellieferant Ackerpille an, einen Urkohl, der fantastisch schmeckt und viel sanfter zum Verdauungssystem ist, als die meisten modernen Sorten. Auf Grund unserer finanziellen Situation haben wir fast die ganze Ackerpillensaison verpasst. Doch konnten wir uns noch drei Kohlköpfe dieser köstlichen und gesunden Sorte schnappen. Vorletzte Woche haben wir Krautsalat gemacht – das Rezept habe ich mal wieder über Chris Hilton gefunden.  Letzte Woche nutzten wir eine Ackerpille und machten leckeren Schmorkohl mit Sojahack, einem Apfel, einer Zwiebel und jahreszeitlichen Gewürzen – den wir einfroren.

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Dampfender Schmorkohl

Ich habe auch ein paar schöne Rezepte zum Einlegen von Kohl, roter Bete und Bohnen auf Life on Pig Row gefunden.  Also variierte ich jenes zum Kohl Einlegen, wofür wir die letzte Ackerpille nahmen. Auf diese Weise können wir unsere Lieblingssorte Weißkohl haltbar machen und über den Winter genießen. Mit Sicherheit probiere ich auch bald die Originalvariationen zum Einlegen von Rotkohl und roter Bete, welche in dem Rezept erwähnt sind.

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Geraspelte Ackerpille

Schließlich war es an der Zeit, mehr Zahnpulver zu mischen – ein Rezept, das ich auf Simply Organic Recipes fand und Waschmittel – ein Rezept, welches ich auf langsamerleben fand und leicht abgeändert habe. Wo wir nun also schon dabei waren, haben wir diese Mischungen also auch noch zusammengestellt. Für das Waschmittel habe ich die Olivenölseife genommen, welche in den Kommentaren erwähnt wurde und ersetzte 100ml des Wassers im Rezept durch EM Blond, welches ich zufügte, sobald die Mixtur Raumtemperatur erreicht hatte. EM 1 tendiert manchmal dazu, Stoff zu “essen”, doch nach meiner Erfahrung ist es sicher, EM Blond für Wäsche zu verwenden. Es hilft, die Wäsche zu reinigen sowie das Wasser, das durch den Abfluss geht. (Falls Du Dich fragst: Was ist EM?)

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Haugemachtes Zahnpulver

Was ich an dem nachhaltigen, hausgemachten Lebensstil so liebe, ist, dass man tatsächlich sehen und wählen kann, was in die Rezepte kommt. Ich habe dazu geneigt, alle möglichen Arten von Allergien zu entwickeln. Jetzt habe ich kaum noch welche. Ich habe super empfindliche Haut. Seit ich meine eigenen Cremes und Kosmetika herstelle, ist meine Haut um so Vieles besser geworden. Genaugenommen ist meine Gesundheit ganzheitlich besser geworden.

Bezüglich Lebensmittel bleibe ich mit den Jahreszeiten verbunden, wenn ich nach dem Jahreskreis einkaufe. Wenn ich Essen haltbar mache, ist das viel Arbeit, ja. Aber ich weiß auch, was tatsächlich im Endprodukt ist. Abgesehen vom Nährwert, der so erhalten bleibt, fließt Liebe hinein – und ich behaupte, das schmeckt man!

Wir haben keinen Garten. Also ernten wir, was wir auf dem Balkon und wildwachsend finden. Wir müssen den Rest kaufen. Aber wir können auf die Qualität, die wir einkaufen, achten – das heißt, biologisch, oft regional und definitiv fair gehandelt. Oder wie unsere Großeltern es nannten: Essen.

Für mich hat es etwas zutiefst befriedigendes, meine eigenen Kräuter zu ernten, mein eigenes Essen, meine eigene Kosmetik, et cetera zuzubereiten. Und ich stehe erst am Anfang dieser Reise.”

-Stefanie Neumann

Außerdem ist es sparsam. Ja! Wir zahlen tatsächlich weniger und haben mehr.

So… Die Dinge haben sich für uns etwas beruhigt – wofür ich unendlich dankbar bin. Und wir waren fröhlich geschäftig.

Machst Du Dein Essen selbst haltbar? Oder machst Du Deine eigenen Gesichtscremes oder Zahnpasta? Hast Du einen Garten? Welche Pflanzen und Wildkräuter wachsen bei Dir in der Gegend?

Alles Liebe,
Steffi

P.S.: Für jene, die es interessiert – alle hier verwendeten Rezepte sind vegan.  Bitte beachtet – die Links in diesem Beitrag führen teilweise zu englischsprachigen und teilweise zu deutschsprachigen Seiten.

 

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