Arbeiten in Hamburg

First Steps © 2013 Stefanie Neumann

First Steps © 2013 Stefanie Neumann

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Das Leben ist (noch) nicht kostenlos, somit bin ich in die Arbeitswelt zurückgekehrt. Ein bisschen Einkommen zu haben, bringt die Notwendigkeit, vorwärts zu gehen, über das nächste Sprungbrett:  die Teilnahme im deutschen Steuersystem.

Das US-amerikanische Steuersystem ist darauf ausgerichtet, maximalen Sog auf jene auszuüben, die es sich am wenigsten leisten können und das deutsche Steuersystem ist nicht anders. Es ist ziemlich komplex und verwoben, um so viele Schlupflöcher wie möglich zu schließen für jene, die sich generell schon als die am niedrigsten bezahlten Arbeiter der Gesellschaft herausstellen. Ich finde mich selbst unter diesen Menschen wieder.

Die Arbeit, die ich mache, ist freiberuflich. Das Beste an meinem ersten Klienten ist, dass es auf Englisch ist und ich mit netten Menschen zusammenarbeite. Mein Auftraggeber ist aus England und meine Kollegen sind aus Neuseeland und Irland. Die Vorgesetzte meines Auftraggebers ist Deutsche und spricht fließend Englisch. Somit ist es für mich leicht, sich anzupassen.

Ich nehme an, die Bezeichnung Freiberufler wurde in der Vergangenheit von Steuerzahlern missbraucht und daher ist es keine leichte Aufgabe, zu beweisen, dass man tatsächlich ein Freiberufler ist.

Wenn jemand in den Staaten, wie wir sagen. “unter dem Tisch” arbeitet, wird ein solcher Verdienst nicht als Einkommen angegeben. In Hamburg heißt das Schwarzarbeit. Ich bekomme das Gefühl, dass die Steuereintreiber das Gefühl haben, freiberufliche Arbeit sei kaum besser als Schwarzarbeit, also behalten sie einen im Auge, wenn man die Natur seines Geldverdienens als freischaffend bezeichnet.

Bald werde ich jemanden von der Hamburger Handelskammer treffen, um einige grundlegende Informationen zu bekommen. Sie bieten einem dort bis zu 30 Minuten kostenlose Beratung an. Ein privater Steuerfachmann nimmt €150,- pro Stunde oder mehr, also ist eine Alternative willkommen.

Sicher wünsche ich nicht, irgendjemanden mit meiner Situation zu täuschen, da dies zu meiner Ausweisung führen könnte. Ich werde offen und ehrlich mit den Autoritäten sein, obwohl ich es so verstehe, dass es, wenn es ums Zahlen von Steuern geht, wie in den Staaten ein Spiel ist von “wollen wir mal sehen wie viel Du bezahlen kannst – oder wie wenig”. Und wenn man Fragen stellt, sind die Behörden vielleicht eher unwillig, mit Steuerspartipps zu Antworten, im Gegensatz zum bezahlten Steuerberater, dessen Job es ist, genau das zu tun.

Wie all die anderen Sprungbretter, die Steffi und ich gemeinsam überquert haben, weiß ich, dass wir es ultimativ alles geklärt bekommen.

Ironischer Weise kann ich mir vorstellen, dass wir am Ende diesen Steuerjahres (2014) sehen, dass wir keine Einkommenssteuer schulden, obwohl vielleicht ein wenig andere Steuern anfallen könnten.

(Übersetzung aus dem Englischen:  Stefanie Neumann)
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